Pascal Zimmer
Auch nach 25 Jahren ist das Verschwinden von Pascal Zimmer nicht aufgeklärt. Es gibt aus meiner Sicht sehr viele beunruhigende Parallelen zum Fall Peggy, im besonderen was die Thematik der sogenannten falschen Geständnisse angeht, wovon man dort ja ein ganz schönes Lied singen kann. Unverständlich, skandalös, widerlich – kann sich jeder jetzt selbst heraussuchen – ist die Tatsache, dass Justiz und Ermittlungsbehörden nicht in der Lage waren den Fall überhaupt auch nur ansatzweise aufzuklären und es offensichtlich auch bis heute wenig bis keine Bestrebungen gibt das zu tun.
Alles um diese Sache, die Berichterstattung, die Prozess, die bekannt gewordene Ermittlungsarbeit lassen einen auch 25 Jahre später nur wütend und fassungslos zurück.
Als wäre das alles nicht schon genug, setzte die Stadt Saarbrücken noch mehrmals einen drauf, als es um eine Gedenkstätte für den kleinen Pascal ging.
Von städtischen Fachleuten und Institutionen, die sich in Saarbrücken mit Gewalt und Kindesmissbrauch beschäftigen, hätte es ablehnende Rückmeldungen gegeben. Ein Verein habe mitgeteilt, dass er den persönlichen Bezug, den das Denkmal zu den Opfern herstelle, für unangemessen halte, hieß es in einer Stellungnahme.
Der „Gedenkstein“ steht nun seit Juni 2017 auf dem Friedhof in Schwalbach. Aus meiner Sicht ein weiterer Skandal. Der Stein hätte mitten in die Bahnhofstraße gehört, gehegt und gepflegt, für den kleinen Pascal und alle anderen verschwundenen und nie mehr aufgefundenen Kinder. Der Text auf dem Stein, stammt von einem „Freund“ von Pascal, der nachweislich von einem der Angeklagten missbraucht und dafür verurteilt wurde.
Ich habe über die Jahre sehr viele Social Media Beiträge gesehen, bei denen Menschen, scheinbar ohne eigene Highlights lachend neben diesem Gedenkstein stehen. Mich wundert daher überhaupt nichts mehr in dieser Welt. Monster!
