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Ich bin bipolar und ich habe gestern wieder einmal den fatalen Fehler begangen, dass ich mir einen Podcast zum Thema angehört habe. Ich wurde wütend. Warum das so ist, kann ich noch nicht sagen, das Hoho erarbeiten wir uns.

Also, ich bin bipolar. Meine Diagnose bekam ich in der Universitätsklinik Homburg. In der forensischen Abteilung. Auch wenn ich zu Übertreibungen neige, es war so. Es ist dokumentiert, es kann bewiesen werden, alles andere nicht.

Ich bin Krank oder besser, ich habe eine Störung, was nicht weniger bedeutet als, es geht nicht mehr weg. Ich brauche und habe schon immer Strategien gebraucht, um mit dieser Störung leben zu können. Stop.

Bevor der letzte Satz schon falsche Gedanken beim Leser produziert. Nein, ich brauche kein Mitleid und kein Verständnis, und keines meiner Worte sowie Handlungen zielen darauf ab. Ich lebe damit. Ich komme klar. Die Menschen, die damit umgehen müssen, schon weniger. Ich entschuldige mich nicht, nie. Für jeden, der mal in den Wirbel meines Wahnsinns geraten ist, war es eine Episode, die kann man abhacken und vergessen, ich habe den Scheiß allerdings für immer, abstreifen und zur Seite legen geht nicht, ignorieren auch nicht.

Es gab mal eine Zeit – am Anfang der Geschichte – da habe ich versucht, meine Krankheit, meine Gedanken und Gefühle, die alles mit sich bringt, zu beschreiben. Die Menschen und Ich sind gescheitert. Wer dabei mehr Schuld auf sich geladen hat, weiß ich nicht und es ist mir egal.