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BIPOLARE GEGÜHLSWELTEN

Und diese Menschen, deren Leben ein sehr unruhiges ist, erleben zuweilen in ihren seltenen Glücksaugenblicken so Starkes und unnennbar Schönes, der Schaum des Augenblicksglückes spritzt zuweilen so hoch und blendend über das Meer des Leides hinaus, dass dies kurze aufleuchtende Glück ausstrahlend auch andere berührt und bezaubert. So entstehen, als kostbarer flüchtiger Glücksschaum über dem Meer des Leides, alle jene Kunstwerke, in welchen ein einzelner leidender Mensch sich für eine Stunde so hoch über sein eigenes Schicksal erhob, dass sein Glück wie ein Stern strahlt und allen denen, die es sehen, wie etwas Ewiges und wie ihr eigener Glückstraum erscheint.

Alle diese Menschen, mögen ihre Taten und Werke heißen wie sie wollen, haben eigentlich überhaupt kein Leben, das heißt, ihr Leben ist kein Sein, hat keine Gestalt, sie sind nicht Helden oder Künstler oder Denker in der Art, wie andere Richter, Ärzte, Schuhmacher oder Lehrer sind, sondern ihr Leben ist eine ewige, leidvolle Bewegung und Brandung, ist unglücklich und schmerzvoll zerrissen und ist schauerlich und sinnlos, sobald man den Sinn nicht in ebenjenen seltenen Erlebnissen, Taten, Gedanken und Werken zu sehen bereit ist, die über dem Chaos eines solchen Lebens aufstrahlen…“

-> Der Steppenwolf – Hermann Hesse

Ich fühle mich wie ein Verkehrsunfall, alle anderen sind die Gaffer. Das soll nicht anklagend klingen, die anderen sind nicht Schuld. Ich lebe mit meinem Kram, Menschen verkomplizieren dies alles nur. Daher habe ich schon vor längerer Zeit beschlossen Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren. Ich kann meine Effekte besser ertragen und mit ihnen umgehen, wenn ich mich nicht ständig erklären muss, was ohnehin zum Scheitern verurteilt ist. Ich schone Ressourcen, auf beiden Seiten.